Begleitende Maßnahmen

Bei einer weniger ausgeprägten Gefährdung zum Burnout-Syndrom können präventiv einige Maßnahmen hilfreich sein. Beinahe alle denkbaren Tätigkeiten und Erfahrungen, die einen Rhythmuswechsel zu den individuellen Belastungsfaktoren herstellen, bewirken einen Ausgleich.

Für die alleinerziehende Mutter kann das ein Abend in der Woche für sich alleine sein, den sie gestalten kann, für den Manager ein Abend mit seinen Kindern.

Sport und Bewegung bildet für die meisten einen Ausgleich, insofern dieser nicht primär leistungsbezogen, sondern zur körperlichen Bewusstheit betrieben wird. Daher ist in diesem Sinne Yoga ein besserer Ausgleich als Marathon-Training. Die Art, wie etwas in der Freizeit betrieben wird, ist also ein entscheidender Faktor, und es zeigt sich, dass gerade die Gefährdeten die geringste Sensibilität dafür aufbringen, was ihnen wirklich gut tut. Daher sind diese Themen auch besser aufgehoben, sie in einem professionellen Gesprächsrahmen zu erörtern und Erfahrungen zu reflektieren. 

Yoga und andere Körper/Geist-Schulen

Die Verbindung von Atem und langsamer bewusster Körperbewegung schafft bei kontinuierlicher Aus-Übung eine Verbesserung des körperlichen und mentalen Wohlbefindens und sensibilisiert den inneren Körperdialog. Frühwarnsignale und Anspannung werden schneller bzw. überhaupt erst bewusst, und das Individuum lernt diese Signale zu lesen und sich dem gegenüber abzugrenzen, was unnötig Stress erzeugt.

Ayurveda

Ayurveda ist ein natürlicher und sanfter Weg Gesundheit und Wohlbefinden vorbeugend zu sichern oder den Prozess der Regenerierung und Selbstheilung ganzheitlich zu unterstützen. Es ist Bestandteil eines "sehr alten östlichen erfahrungsbasierten Wissens um Naturheilung und Lebensbalance" welches in Sri Lanka in der Behandlung von leichten Disharmonien und Symptomen lebendig geblieben ist.

Die Ansätze einer Behandlung reichen von Entgiftung des Körpers (Panchakarma Kuren), der Anwendung einer bestimmten und symptomorientierten Diät oder die Einführung einer ausgewogenen Ernährung sowie die gezielte bzw. symptomorientierte Verwendung von Naturheil-kräutern.


Grenzen der begleitenden Maßnahmen

Nochmals sei hier darauf hingewiesen, dass diese begleitenden Maßnahmen flankierend und präventiv eingesetzt hilfreich sein können. Insbesondere im fortgeschrittenen Stadium eines Burnout-Syndroms sind sie für sich alleine stehend definitiv nicht ausreichend! In diesen Fällen ist in erster Linie zur Sicherheit zunächst eine medizinische Abklärung körperlicher Ursachen und dann in der Regel eine psychotherapeutische Behandlung angezeigt.